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Langenbeutingen

Anzeichen römischer Präsenz

Typisch für Langenbeutingen sind die vielen rundbogigen zur Straße weisenden Kellereingänge der Bauern- und Wengerterhäuser. Ackerbau, Viehzucht und Weinbau waren bis in die 60er Jahre des 20. Jahrhunderts die Haupterwerbsquellen.

Die ersten frühgeschichtlichen Siedlungsspuren reichen bis in die Zeit um 1000 v. Chr. zurück. Anzeichen römischer Präsenz gibt es ebenso wie vorchristliche Zeugnisse.

Der Westliche Teil des Dorfes wird erstmals zur Zeit der Alemannen als "Butinga in Bretachgowe" erwähnt. Daraus folgt, daß Beutingen zu den ältesten Orten der Gegend gehört.
Die zwei Kirchen im Wappen von Langenbeutingen kommen nicht von ungefähr. Das lang gezogene Straßendorf ist erst etwa um 1600 aus den beiden Orten Beutingen und Wyler (Weyler) zusammengewachsen. Beutingen und Weyler hatten je eine eigene Kirche, Weyler im Osten die Martinskirche und Beutingen im Westen die Frühmesskapelle zur Hl. Maria, die heute schlicht "Kirchle" genannt wird.

Beutingen war vor dem 19. Jahrhundert und Langenbeutingen ab 1809 Amtsort für verschiedene Verwaltungsaufgaben einiger Nachbargemeinden. Langenbeutingen war Sitz eines Amtsvogtes.
Bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts hieß der Gesamtort, als Beutingen und Weyler zusammengewachsen waren, nur Beutingen.

Kindertagesstätte in Langenbeutingen
Unteres Kirchle

1806, unter Napoleon, kam Hohenlohe und damit auch Beutingen zu Württemberg. Unter den Württembergern wurde der Ortsname auf Langenbeutingen erweitert. Langenbeutingen erhielt das Patrimonialamt im Oberamt Neuenstein des Kreises Öhringen. Seit 1809 gehört Langenbeutingen zum Oberamt und seit 1938 zum Landkreis Öhringen. 1973 schlossen sich die Langenbeutinger dem Landkreis Heilbronn an.

Der Weiler Neudeck liegt im Osten der Langenbeutinger Gemarkung. Von der Burg derer von Neudeck, die im 16. Jahrhundert ausstarben, sind heute kaum noch Spuren vorhanden.

Kennzeichnende für Langenbeutingen ist die Ausgewogenheit zwischen Wiesen-, Acker-, Wald- und Weinbergflächen. Sehenswürdigkeiten sind das Untere Kirchle (Marienkirchle), die Martinskirche, die alte Tanzlinde, die Herrschaftskelter, die Zehntscheuer, das alte Rathaus und nicht zuletzt die vielen prächtigen Bürger- und Bauernhäuser; nicht vergessen darf man die mächtige burgähnliche Schafscheuer in Neudeck. Aber nicht die Summe der Einzelteile macht den Wert des Ortsbildes aus, es ist die lebendige Vielfalt. In jüngster Zeit erhielten Langenbeutingen und Neudeck Silbermedaillen in Landeswettbewerben für das schönste Dorf.

Im Jahr 1966 weihten die Langenbeutinger in der Brettachtalaue ihren Sportplatz- und späteren Talhallenbereich und ein Freibad mit Unterwasserblick ein. Junge und alte "Wasserratten" und Sonnenanbeter wissen das Besondere dieses weit aus dem Erdboden herausragenden Bades zu schätzen.